SAVE FOOD
Lebensmittel vor der Verschwendung retten
Team Messe Düsseldorf

SAVE FOOD im Alltag: Ein Selbstversuch

Habt ihr euch den 30. Mai bis 5. Juni in eure Kalender eingetragen? Nein, das ist nicht das Datum der Kirmes in Düsseldorf! In diesem Zeitraum findet die europäische Nachhaltigkeitswoche ESDW statt, eine europaweite Initiative mit dem Ziel, Aktivitäten, Projekte und Veranstaltungen ins Leben zu rufen, die zu nachhaltiger Entwicklung beitragen. Der beste Anlass also, um sich mit eben solchen nachhaltigen Projekten und Initiativen zu beschäftigen und seinen eigenen Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten zu hinterfragen.

SAVE FOOD – mehr als ein Herzensprojekt

Auch wir bei der Messe Düsseldorf haben seit 2011 solch ein nachhaltiges Projekt: Unsere Initiative SAVE FOOD. Gemeinsam mit der FAO, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), sowie Unternehmen aus der ganzen Welt setzen wir uns mit SAVE FOOD dafür ein, Lebensmittelverluste zu minimieren. Jährlich gehen rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel verloren oder werden verschwendet. Davon würden eine Menge Leute satt werden. Hier setzt SAVE FOOD an und versucht, die Nutzung von Nahrungsmitteln entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern. SAVE FOOD setzt sich darüber hinaus auch für einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft ein. Denn es braucht nicht immer ein großangelegtes Projekt, um etwas zu verändern. Jede Veränderung beginnt zuerst im Kopf und jeder Einzelne kann durch sein eigenes Verhalten einen Beitrag dazu leisten – und das ist meistens gar nicht so schwer! 🙂

Unser Blog-Kollege Matthias macht’s euch vor. Er hat euch seinen Alltagstipp zum Thema Nachhaltigkeit aufgeschrieben: Nachmachen empfohlen!

Essen Retten fängt im eigenen Kühlschrank an

Lebensmittelverschwendung ist etwas, was ich immer als „weit weg“ von mir und meinem Leben gesehen habe. Aber dass ich durch kleine Anpassungen meines Verhaltens auch Geld sparen kann, ist mir erst durch die Betreuung des Projekts SAVE FOOD so richtig bewusst geworden.

Da sitzen meine Frau und ich beim Abendessen, erzählen, was den Tag über passiert ist und das Thema SAVE FOOD kommt auf. Meine Frau hat sich sehr dafür interessiert und war der Meinung, dass wir zu Hause doch sicherlich einiges an Lebensmitteln und damit auch Geld einsparen könnten. Also stand das Experiment schnell fest: Lass uns doch mal ausprobieren, wie wir unsere Wegwerfquote und damit die nicht genutzten Lebensmittel minimieren können.

Gesagt, getan – aber wie? Die Netzrecherche zu dem Thema machte mich wahnsinnig. Alle Vorschläge waren zwar gut gemeint, aber direkt mit der Holzhammermethode: Nichts für mich. Also haben wir uns darauf geeinigt, einmal aufzuschreiben, was wir alles im Vorratsschrank haben, einen Abendessenplan für die Woche zu erstellen und die Kühltruhe zu inventarisieren. Und auch hier kam sie wieder: die Frage, wie machen wir das am besten? Denn nichts ist schlimmer als Zettelwirtschaften und Listen, die nach einer gewissen Zeit sowieso keiner mehr nutzt. Als gerade noch „Digital Natives“ haben wir uns also in der App-Landschaft umgeschaut und siehe da: Wunderlist gefunden.

Vorratsschrank und Einkaufsliste digital

Eigentlich zur Organisation von Arbeitsschritten vorgesehen, haben wir die App einfach zweckentfremdet. Man kann sich verschiedene Listen anlegen und eigens benennen. So kann man beispielsweise eine Liste mit Lebensmitteln erstellen, die man noch vorrätig hat, oder aber auch eine Liste mit Rezeptideen samt zugehöriger Zutaten.

Wunderlist Einkaufsliste
Einkaufsliste mit Wunderlist organisiert, Copyright Screenshot: 6 Wunderkinder GmbH
Wunderlist Rezepte
Essensplanung für die Woche, Copyright Screenshot: 6 Wunderkinder GmbH

Der Riesen-Vorteil an der Sache: Die Listen sind teilbar. Kaum hatte ich meine Frau zu allen von mir erstellten Listen eingeladen, zeigte sich die Superfunktion der App, z. B. beim Einkaufen. Wenn sie nach der Arbeit schnell noch beim Supermarkt vorbeigeht, hakt sie die Sachen auf der Liste ab. Oder ich habe beim Großeinkauf doch mal was vergessen? Dann kommt das direkt auf die Liste, so dass auch meine Frau direkt sehen kann, was noch gekauft werden muss. Das Ganze lässt sich auch auf die Vorräte, die bereits im Haus sind, ausweiten: Etwas aus der Kühltruhe geholt und gekocht? Haken dran und weg ist es von der Liste.

Mittlerweile haben wir die App so auch für unsere Essensplanung im Einsatz. Rezepte aus dem Netz kann man dort hineinkopieren oder den Link zum Rezept hinterlegen und direkt weiß der, der nach Feierabend zuerst im Haus ist, was jeweils auf dem Menüplan steht. Kühltruhe und Vorratsschrank sind nun keine dunklen Ecken mehr, sondern ermöglichen es uns, unsere Mahlzeiten und Lebensmitteleinkäufe wesentlich effizienter zu managen.

Mein Fazit

Was wir an Lebensmitteln (und damit auch Geld) gespart haben? Massig. Bei uns waren vor allem frische Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, immer das Thema: Heute habe ich Lust auf Salat. Also Salat geholt, obwohl noch etwas Anderes auf dem Herd war. Am nächsten Tag ist man unterwegs und schon sieht der Salat nicht mehr so lecker aus oder ist sogar schon schlecht. Solche Situationen verhindern wir jetzt durch unsere gemeinsame Organisation. Klar, man muss es konsequent durchziehen, aber wir freuen uns immer auf das einmal geplante „Menü“.

Außerdem probieren wir dadurch viel mehr aus. Manchmal machen wir sogar fast einen Wettbewerb draus und schicken uns gegenseitig Rezepte hin und her. Die Rezepte, die beiden gefallen, kommen auf die „Zukunftsliste“ und von dort dann auf die „Essensplanung“. Dann wird zuerst die Vorratsschrank-Liste auf die benötigten Zutaten gecheckt und was fehlt, kommt auf die Einkaufsliste. Was eingekauft wurde, wird abgehakt – fertig. Die Belohnung am Ende der Woche ist ein aufgeräumter Kühlschrank und vor allem ein leerer Mülleimer.

Mission accomplished!

Und jetzt seid ihr dran! Was sind eure Alltagstipps rund um das Thema Nachhaltigkeit und bewusstem Umgang mit Ressourcen? Verratet es uns in den Kommentaren!

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Matthias Hochscheid
Senior Marketing Manager bei der Messe Düsseldorf GmbH. Digitaler Revolutionär, Sender/Empfänger und Musikliebhaber (aktiv/passiv).