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Trainee bei der Messe Düsseldorf – Auslandsbericht Moskau

von Thorsten Henke

Hallo liebe Blog-Leser,

der ein oder andere aus dem Unternehmen mag mich vielleicht bereits kennen. Da ich aber noch nicht so lange hier bin und einige unserer Leser wahrscheinlich nicht bei der Messe Düsseldorf arbeiten, möchte ich mich an dieser Stelle erst einmal vorstellen…

Mein Name ist Thorsten Henke, ich bin 27 Jahre alt, geboren, aufgewachsen und ausgebildet im wunderschönen Düsseldorf. Und was macht man als Lokalpatriot nach dem Studium? Klar, man geht zu einer Stadttochter, um den Namen Düsseldorfs in die weite Welt zu tragen. Besonders gut klappt das natürlich bei der Messe Düsseldorf. Noch besser in der Auslandsabteilung. Meinen Einstieg ins Unternehmen habe ich im Juli 2016 gefunden. Und direkt von Anfang an war festgesetzt: Dein Projekt ist die NEFTEGAZ.

Neftegaz? Kennen Sie nicht? Findet auch nicht in Düsseldorf statt. Die NEFTEGAZ ist die führende Messe für Technologien und Ausrüstungen der Erdöl- und Erdgasindustrie in Moskau. Die Messe Düsseldorf beteiligt sich an diesem Messeformat seit 1978 und hat seitdem hunderten Ausstellern aus Deutschland, Europa und Asien ermöglicht, ihre Produkte im Herzen eines der weltweit größten Energiemärkte vorzustellen. Meine Aufgaben dabei lassen sich so beschreiben: ich sitze in der Messeverwaltung in Düsseldorf, akquiriere und betreue Kunden aus Europa und Asien, um diese bei ihrem Messeauftritt in Russland zu unterstützen. Verwirrend? Für uns Alltag! 🙂 Wir leben in einer globalisierten Welt und im Messegeschäft ist man mittendrin. Für mich persönlich macht auch genau das den Reiz meiner Aufgaben aus. Andere Länder, andere Kulturen, andere Sprachen, andere Menschen. Internationalität wird hier gelebt. Der Handel, Austausch und die Kommunikation miteinander gefördert – über Ländergrenzen und (politische) Differenzen hinweg.

Thorsten und das Team der NEFTEGAZ

Nun aber zurück zur NEFTEGAZ: Nach 10 Monaten Vorbereitung (für meine Kollegen, die schon länger dabei sind, natürlich 12) war es am 14. April so weit: Wir sind zur Durchführung und Betreuung der Aussteller nach Moskau gereist. Auch ich als Trainee wurde mitgenommen und durfte erstmalig russische Luft schnuppern (zu dem Zeitpunkt übrigens nahezu gleich temperiert wie die deutsche). Vom nahegelegenen Flughafen Düsseldorf geht es mit einer Direktverbindung innerhalb von 3 Stunden zum Moskauer Flughafen Sheremetyevo. Von dort aus ging es dann zum Hotel, um das Gepäck abzulegen und weiter zum Ausstellungsgelände zu fahren. Die Fahrt macht einem dann auch bewusst, dass es durchaus ein sinnvolles Investment war, einen eigenen Fahrer anzuheuern. Der Verkehr in Moskau ist äußerst gewöhnungsbedürftig!

Meine persönlichen Eindrücke von Moskau? Eine riesige Stadt. Ein unendliches Meer aus Häusern und Bürotürmen und doch sehr viel sauberer und moderner als ich vorher dachte. Beeindruckend sind die „sieben Schwestern“, sieben nahezu identische Hochhäuser, welche im Moskauer Stadtgebiet verteilt stehen. Fast schon einschüchternd stehen die „Finger Stalins“ (auf dessen Anweisung diese erbaut wurden) im Zentrum, jede Schwester versehen mit einem Stern auf der Spitze, welcher über der Stadt glänzt. Moskau ist eine Stadt voller Tradition, Wachstum und der Geschichte einer stolzen Nation. Irgendwie auch zerrissen zwischen seinen sozialistischen Wurzeln und dem modernen Kapitalismus. Das Grab von Lenin am roten Platz direkt gegenüber des riesigen Kaufhauses GUM, voller westlicher Luxusmarken, völlig unerschwinglich für den Durchschnittsmoskauer (aber das kennen wir Düsseldorfer ja von der KÖ) ;-).

Heute ist Moskau eine Stadt von Weltformat, ein bisschen wohl auch dank der Messe Düsseldorf, welche schon so lange dafür sorgt, dass der russische Markt auf Güter erster Klasse zugreifen kann. Auch in diesem Jahr haben wir es wieder geschafft, Aussteller von internationalem Format nach Moskau zu holen um die hiesige Industrie mit Know-How und Technologie zu versorgen. Die Veranstaltung ist – trotz bekannter Probleme in Politik und Wirtschaft – ein Erfolg gewesen und zur vollen Zufriedenheit von Ausstellern und Besuchern abgelaufen.

Was ich sonst bisher gelernt habe? Messe ist Sport! Eine Kollegin mit Schrittzähler hat festgestellt, dass wir jeden Tag auf dem Messegelände zwischen 25.000 und 30.000 Schritte gehen. Kann sich die Fortuna mal ein Beispiel dran nehmen :-). Eventuell schaffen die es mit ähnlichem Einsatz auch mal wieder den Namen Düsseldorfs in die Welt zu tragen. Nach so einer Leistung hat man sich dann auch mal eine Pause verdient:


Thorsten mit zwei seiner Kolleginnen in Moskau

Ich habe in dieser einen Woche in Moskau wirklich viel erleben und lernen dürfen, einmalige Eindrücke von der Messelaufzeit und Russland mitgenommen. Dafür vielen Dank an das Team der NEFTEGAZ, welches mir immer viel Vertrauen entgegengebracht hat und mich jederzeit wunderbar unterstützt und in seinen Reihen aufgenommen hat. Ihr seid eine wirklich feine Truppe! Mit euch kann auch die NEFTEGAZ 2018 nur ein voller Erfolg werden!

Nina Wellbrock
Nina Wellbrock
Senior Social Media Managerin bei der Messe Düsseldorf GmbH. Und sonst? Leidenschaft für Kommunikation, Konzerte und Sport (Fußball/Tennis).
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