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Die Welt der Verpackungsmessen:
Messe Düsseldorf goes Afrika

Vom 04. bis 10. Mai ist es wieder soweit: Die weltweit größte Verpackungsmesse, die interpack, steht vor der Tür! Aber wusstet ihr, dass wir nicht nur hier in unserer „Homebase“ eine Messe rund um die Themen Verarbeitungsprozesse und Verpackung ausrichten? Unter der Dachmarke „interpack alliance“ sind all unsere internationalen Veranstaltungen gebündelt, die sich um diese Themen drehen. Und das sind so einige! Neben Veranstaltungen in Moskau oder Shanghai sind wir zum Beispiel auch mit einer Lebensmittelverpackungsmesse in Afrika am Start. Das food processing & packaging exposyum (fppe) findet vom 21. bis 23. November 2017 in Nairobi, Kenia statt. Grund genug, sich den jungen auswärtigen Bruder der interpack, das Team und den Standort Afrika einmal genauer anzuschauen!

Same Same but Different: Messen südlich der Sahara

Egal ob nah oder fern gilt bei allen Messen: Es geht nichts ohne ein kompetentes Team. Für unsere Auslandsmessen ist die jeweilige Auslandsvertretung also besonders wichtig. Im Fall der fppe heißt diese africon und steht Austellern, Besuchern und Medien in Nairobi mit Rat und Tat zur Seite. Durch ihre Expertise für Land und Leute kennen sich die Kollegen auch bestens mit den Besonderheiten der Messelandschaft vor Ort aus. Sonja Mattfeld, Direktor Ostafrika der africon, weiß:

„Im Allgemeinen kann man sagen, dass afrikanische Messen sehr viel kleiner sind als Messen, wie wir sie aus Europa kennen. Die Stände sind kleiner und viel einfacher gebaut. Und auch die ausgestellten Produkte überzeugen eher durch ihre Praktikabilität und erschwinglichen Preise als durch die neueste Technologie. Das liegt darin begründet liegt, dass Messen traditionell eher einen ‚Marktplatz‘ für die Endkonsumenten als eine B2B-Plattform darstellten. Das ändert sich mittlerweile jedoch mehr und mehr.“

(Sonja Mattfeld von africon)

Neben Workshops, Konferenzen, Trainings und B2B-Meetings stehen auf der fppe – ähnlich einer Messe hier bei uns – natürlich die ausgestellten Produkte im Fokus der Besucher. Letztere setzen sich vor allem aus mittelständischen Unternehmen, Start-Ups und Entrepreneuren zusammen. Dabei kommt auch die altbekannte „deutsche Ingenieurskunst“ in Afrika gut an, wie uns Sonja Mattfeld verraten hat:

„Ein Produkt, das in der Vergangenheit auf großes Interesse bei lokalen Besuchern traf, war die kleine Tischversion einer Beutelschließmaschine, die nicht zu teuer, einfach in der Handhabung und langlebig ist. Diese konnte vor Ort sogar direkt ausprobiert werden, was das Interesse noch einmal erhöhte.“

Projektmanagement aus 6.500 Kilometer Luftlinie Entfernung

Aber nicht nur in Afrika laufen die Vorbereitungen für die fppe im November auf Hochtouren. Auch hier bei uns gibt es selbstverständlich ein Projektteam, das sich gemeinsam mit der Auslandsvertretung um die Organisation dieser Messe kümmert. Wir haben mit Angelika Spies, Projektverantwortliche der fppe gesprochen. Sie hat uns verraten, welche Aufgaben anstehen, wenn eine Messe aus tausenden Kilometern Entfernung organisiert werden will, welche Bedeutung die fppe für den Standort Kenia hat und welches Stück Afrika vielleicht auch einer deutschen Messe gut zu Gesicht stehen würde.

Redaktion: Was ist das Besondere an Ihrer Tätigkeit als Projektverantwortliche für die fppe in Kenia?
Angelika Spies: Ich bin als Senior Project Manager im Team „interpack alliance“ für ca. 950 Aussteller der interpack in Düsseldorf zuständig. Parallel dazu habe ich unsere Auslandsmessen von der Homebase aus akquiriert. Mit der Projektverantwortung für die fppe betrete ich komplettes Neuland und kümmere mich nun auch um Themen wie Besucherwerbung, Presse und Budgetierung.

Redaktion: Auch wenn die fppe erst im November stattfindet, läuft die Vorbereitungsphase ja sicher schon auf Hochtouren. Um was kümmern Sie sich von Düsseldorf aus und welche Aufgaben stehen für Sie im Hinblick auf die fppe noch an?
Angelika Spies: Bei der fppe geht es nicht nur um das einfache Zusammenbringen von Besuchern und Ausstellern auf einem existenten Markt. Wir müssen zusammen mit unserer Auslandsvertretung auch ein Stück Entwicklungshilfe betreiben, für Besucher und Aussteller. Beispielsweise bieten wir zur diesjährigen fppe organisierte B2B-Meetings und ein CEO-Breakfast für die Aussteller an. Und es gibt eine offizielle Bundesbeteiligung mit reduziertem Beteiligungspreis für deutsche Aussteller. All dies muss organisiert und beworben werden.


(Angelika Spies, Senior Project Manager im Team „interpack alliance“)

Redaktion: Welche Bedeutung hat eine Lebensmittelverpackungsmesse wie die fppe in Afrika vor dem Hintergrund der dortigen wirtschaftlichen Situation?
Angelika Spies: Afrika hat große Probleme mit dem Transport und der Verpackung von Lebensmitteln. Hier können die Aussteller der interpack Lösungen anbieten. Dabei hilft uns auch unsere Initiative SAVE FOOD, die sich speziell mit dem Thema „Lebensmittelverluste“ befasst.

Redaktion: Warum hat die „interpack alliance“ gerade Kenia als Austragungsort einer Verpackungsmesse gewählt?
Angelika Spies: Afrika gilt als Wachstumskontinent mit einer sehr jungen Bevölkerung. Zudem suchen Firmen angesichts schwacher Konjunkturentwicklungen beispielsweise in China oder Brasilien nach alternativen Märkten. Hier müssen wir als Messeveranstalter unseren Kunden Möglichkeiten zur Erkundung des Marktes schaffen. Die Regierung in Nairobi bemüht sich beispielsweise intensiv darum, dass ausländische Firmen ihren afrikanischen Hauptsitz nach Nairobi verlegen.

Redaktion: Welches „Stück Afrika“ würde einer deutschen Messe gut stehen?
Angelika Spies: Ich denke, wir können von all unseren Auslandsmessen lernen. Letztendlich kommen viele Menschen und Firmen, die uns dort kennenlernen, wieder als Kunden nach Düsseldorf zurück, wo wir ihnen ein „Wohlfühl-Umfeld“ schaffen müssen. In Afrika ist es sicherlich die Kreativität der Menschen und die Entschleunigung der eigenen Geschwindigkeit, die uns hier in Deutschland auch mal gut zu Gesicht stehen würde.

Na, nun auch Lust bekommen dabei zu sein? Wer sich das Ganze gerne in echt anschauen möchte, kann sich noch bis zum 14. September 2017 als Aussteller registrieren!

Nina Wellbrock
Nina Wellbrock
Senior Social Media Managerin bei der Messe Düsseldorf GmbH. Und sonst? Leidenschaft für Kommunikation, Konzerte und Sport (Fußball/Tennis).
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