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Messe Düsseldorf gibt deutschen Olympioniken in Rio ein Zuhause

Jetzt geht die heiße Phase los: In nur zwei Wochen beginnen die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Nicht nur die Athleten aus 166 Nationen kommen dabei ins Schwitzen, auch wir von der Messe Düsseldorf haben einiges zu tun. Denn seit nunmehr 16 Jahren schaffen wir bei Olympischen Spielen eine Heimat für alle deutschen Sportlerinnen und Sportler, Medienvertreter, Offizielle und Partner – das Deutsche Haus.

Sportliche Outfits und Deutsche Häuser

Bereits im Frühjahr haben wir das Olympische Jahr eingeläutet, als wir die Bekleidung der Olympiamannschaft und der paralympischen Mannschaft präsentierten. Aber auch die Organisation, der Auf- und Abbau sowie die Betreuung des Deutschen Hauses liegt seit den Olympischen Spielen in Sydney 2000 in unserer Hand.

Aus diesem Anlass haben wir mit Julia Kuntze-Braun gesprochen. Sie ist Senior Projekt Manager in unserer Abteilung für Sonderveranstaltungen und blickt bereits auf fünf erfolgreiche Betreuungen des Deutschen Hauses bei Olympischen Spielen zurück (Turin, Peking, Vancouver, London und Sotschi). Auf was sie sich in Rio besonders freut und warum in Rio LKWs nur zu bestimmten Zeiten fahren dürfen, verrät sie hier im Interview. Zusammen mit ihren Kollegen Urban Kiss und Karsten M. Houf steht sie der Deutsche Sport Marketing GmbH (DSM) bei der kompletten Umsetzung des Deutschen Hauses zur Seite.

Teamfoto-1Karsten M. Houf, Julia Kuntze-Braun und Urban Kiss (v.l.n.r.)

Straffer Zeitplan für die Messe Düsseldorf

Redaktion: Frau Kuntze-Braun, wann ging es bei Ihnen so richtig los?

K-B: Die heiße Phase läuft natürlich schon eine ganze Weile. Vieles muss im Vorfeld koordiniert, organisiert und abgeklärt werden. Der große Startschuss fällt aber, wenn ich am 22.7. im Flieger nach Brasilien sitze und wir zwei Tage später das Haus offiziell von Vermieter übernehmen.

Redaktion: Wie sieht der Zeitplan zum Aufbau des Deutschen Hauses konkret aus?

K-B: Seit dem 27.6. sind insgesamt neun Container per Schiff auf dem Weg nach Rio. Wenn alles glatt läuft, dann können wir nach der Übernahme des Hauses am 24.7. direkt am folgenden Tag mit dem Aufbau beginnen. Bis zum 4.8. muss dann alles stehen, da um 16 Uhr das Haus offiziell für Gäste geöffnet wird. Ab dem 21.8. wird das Haus für die Paralympischen Athleten umgestaltet und für die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung angepasst. Am 8.9. gibt es dann die große Wiedereröffnung für die Paralympischen Sportler – der Abbau findet abschließend vom 18.9. bis zum 23.9. statt.

Redaktion: Und was ist Ihre Aufgabe vor Ort?

K-B: Gemeinsam mit meinen Kollegen kümmere ich mich um die Steuerung aller Subunternehmer und finde Lösungen für alle kleinen und großen Überraschungen, die so ein großes Projekt bereithält. Wir sind außerdem stets die ersten und letzten vor Ort, schließen das Haus auf und zu. Dazwischen betreuen wir Gäste und unterstützen die DSM oder koordinieren die Volunteer-Teams – es ist also immer viel zu tun.

Beach-Feeling im Süden Rios

Redaktion: Das Deutsche Haus steht dieses Jahr am Barra Blue Beach Point. Was ist das Besondere an der Architektur und an der Location?

K-B: Der Barra Blue Beach Club ist ein bereits bestehendes Haus, direkt am Strand im Süden Rio de Janeiros. Es wird im Deutschen Haus mit viel Holz gearbeitet und bereits bestehende Materialien und Farben verwendet. So entsteht ein rundes Gesamtbild und der Flair Brasiliens wird transportiert. Besonders freue ich mich auf die Gestaltung des Vorplatzes und die Teil-Abdeckung des Pools – dort entstehen richtige Hingucker!

Redaktion: Welche Herausforderungen erwarten Sie beim Aufbau des Deutschen Hauses?

K-B: Logistisch gibt es eine große Hürde: Um das Verkehrschaos in der brasilianischen Mega-Metropole etwas einzudämmen, dürfen Lastwägen nur zu bestimmten Zeiten durch Rio fahren. Daher müssen wir beim Transport genau planen, um unseren Zeitplan einhalten zu können. In den ersten Laufzeittagen wird außerdem die Straße direkt vor dem Deutschen Haus gesperrt, da dort die Vorbereitungen zum olympischen Straßenradrennen stattfinden.

Redaktion: Was wird ihr persönliches Highlight während der Olympischen Spiele in Rio sein?

K-B: Klar, ich freue mich auf das schöne Wetter, das Meer und die vielen spannenden Herausforderungen rund um das Deutsche Haus. Außerdem freue ich mich darauf, hoffentlich viele Goldmedaillengewinner im Deutschen Haus zu begrüßen und mit ihnen zu feiern. Und wenn es die Zeit zulässt, dann habe ich meist auch die Chance, einen Wettkampf live im Stadion zu verfolgen. Zum Abschied geht dann natürlich auch wieder ein Maskottchen mit nach Hause! 🙂

Teamfoto-Maskottchen

Beitragsbild: picture alliance

Nina Wellbrock
Nina Wellbrock
Senior Social Media Managerin bei der Messe Düsseldorf GmbH. Und sonst? Leidenschaft für Kommunikation, Konzerte und Sport (Fußball/Tennis).
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