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Messe Düsseldorf North America auf der wire/Tube – viel mehr als ein Verbindungskabel

Ohne Rohre, Drähte und Kabel läuft keine Industrie, das tägliche Leben wäre lahmgelegt und unser Büroalltag – ohne Verbindungsgkabel, Metallfedern (für Locher), Büroklammern oder Telefondrähte – nahezu unmöglich. Die beiden Leitmessen wire und Tube haben also mehr mit unserem Alltag zu tun, als es auf den ersten Blick scheint. Wir haben uns umgeschaut und dabei unsere Kollegen der Messe Düsseldorf North America (MDNA) zum Interview getroffen.

Insgesamt 2.600 Aussteller auf rund 110.900 Quadratmetern machen das Düsseldorfer Messegelände zurzeit zu dem technologischen Hotspot der weltweiten Draht-, Kabel- und Rohrindustrie. Dabei sind beide Veranstaltungen äußerst international: „Traditionell stark vertreten auf wire und Tube sind Aussteller aus Italien, Großbritannien, Frankreich, der Türkei, den Niederlanden, Belgien, Spanien, der Schweiz, Schweden, Österreich, Polen und Deutschland. Aus Übersee reisen viele Aussteller aus den USA, Indien, Taiwan, Südkorea und China an.“ so Friedrich-Georg Kehrer, Global Portfolio Director Metals and Flow Technologies.

International in allen Bereichen

Aber nicht nur die Aussteller kommen aus der ganzen Welt zur wire und Tube, die übrigens bereits zum 15. Mal gemeinsam in Düsseldorf stattfinden. Auch unsere internationalen Kollegen begrüßen wir zurzeit wieder zahlreich auf dem Messegelände bei uns in Düsseldorf. Zwei von ihnen sind Tom Mitchell (President) und Eva Rowe (Vice President) von der Messe Düsseldorf North America.

Redaktion: Hallo Tom und Eva, schön Euch zu sehen! Bitte stellt Euch doch kurz für unsere Leser vor.

Tom Mitchell: Wir sind die Messe Düsseldorf North America, eine Tochtergesellschaft der Messe Düsseldorf mit Sitz in Chicago. Wir betreuen alle Veranstaltungen der Messe Düsseldorf in Deutschland und der ganzen Welt und organisieren außerdem seit fünf Jahren auch eigene Veranstaltungen. Insgesamt sind wir zwölf Personen im Team, die alle Aufgabenbereiche von Akquise über Pressearbeit bis hin zu Ausstellerbetreuung abdecken.

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Redaktion: Euer Büro ist in Chicago, viele Leute aus Deutschland kennen vom Urlaub vielleicht aber eher New York oder San Francisco. Erzählt doch mal, warum sich das unbedingt ändern sollte: Was ist Chicago für eine Stadt?

Eva Rowe: Unser Büro ist direkt am Millennium Park, sozusagen dem Herz von Chicago. Die Stadt hat unglaublich viel zu bieten: Moderne Architektur, die Strände am Lake Michigan, unzählige Museen und ein sehr internationales Flair, was sich auch im vielseitigen kulinarischen Angebot wiederspiegelt. Im Vergleich zu Düsseldorf könnte man sagen, dass sich beide Städte wunderbar durch ihre Gegensätze ergänzen: Was die wunderschöne Altstadt in Düsseldorf ist, ist die moderne Architektur in Chicago.

Foto by Brigitte Cox

Tom Mitchell: Nicht zu vergessen ist natürlich auch das große Sportangebot in Chicago! Von April bis Oktober ist die Stadt bestens für einen Urlaub geeignet, im Winter kann es aber sehr kalt werden.

Redaktion: Ihr seid natürlich nicht nur in Chicago, sondern in den ganzen USA unterwegs. Was sind typische Unterschiede zwischen Messeveranstaltungen in den USA und Deutschland?

Tom Mitchell: Es gibt schon große organisatorische Unterschiede. Das beginnt mit der Konstruktion des Hallenplans – bei Messen in den USA kann der Aussteller sich mehr oder weniger aussuchen, wo er in der Halle stehen möchte. In Deutschland ist dagegen die Aufplanung durch die Messegesellschaft bzw. den Veranstalter gesteuert. Das liegt aber auch daran, dass die Messestände in Deutschland häufig viel größer gebaut werden. In den USA ist der Standbau selten so aufwendig.

Eva Rowe: Die meisten Stände sind in den USA offener konstruiert, es dürfen nur halbe Seitenwände gebaut werden. Dadurch hat man immer einen Blick über alle Stände und es macht den „Messe Look & Feel“ ganz anders. Ein weiterer Unterschied ist auf jeden Fall, dass man auf Messen in Deutschland nach wie vor großen Wert auf ausführliche Gespräche und Besuche am Messestand legt. In den USA ist es eher ein „Meet & Greet“, sowie die Atmosphäre ist lockerer, weil formale Kleidung beispielsweise nicht so wichtig ist.

Düsseldorf, DEU, 04.04.2016. So groß wie noch nie:  Mit 2.565 Aussteller auf einer Fläche von über 110.000 Quadratmetern finden die Weltleitmessen wire und Tube vom 4. bis 8. April 2016 auf dem Düsseldorfer Messegelände statt. | Bigger  photo by Messe Duesseldorf]

Redaktion: Abgesehen von den Standorten der Messeveranstaltungen: Was macht Euren Job jeden Tag aufs Neue interessant?

Eva Rowe: Die Vielzahl an Industrien und die Teilnahme am ganzen wirtschaftlichen Zyklus macht diesen Job unglaublich spannend. Wir verfolgen durch das breite Portfolio beispielsweise die Metallindustrie bis hin zum fertigen Boot über die verschiedenen Branchen hinweg. Das gibt uns auch immer einen Blick auf die gesamte Weltindustrie, was mir nach wie vor sehr viel Spaß macht.

Tom Mitchell: Wir haben durch den Job natürlich auch viele Städte und interessante Menschen auf der ganzen Welt kennen lernen dürfen. Viele Branchen haben auch viele Gesichter, so dass es immer wieder spannend bleibt.

Redaktion: Abschließend noch ein paar Worte zur wire und Tube: Was macht diese Messe für Euch besonders?

Eva Rowe: Es sind viele mittelständische Unternehmen auf der wire und Tube vertreten, so dass sich viele Firmen und Leute untereinander kennen und fast freundschaftlich miteinander umgehen. Das macht die Messe sehr angenehm und wir freuen uns schon auf die nächste Laufzeit!

Redaktion: Vielen Dank für Eure Zeit!

Nina Wellbrock
Nina Wellbrock
Senior Social Media Managerin bei der Messe Düsseldorf GmbH. Und sonst? Leidenschaft für Kommunikation, Konzerte und Sport (Fußball/Tennis).
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